Freiwillige Feuerwehr Bräunsdorf
Gegr. am 5.April 1886
In der Chronik der Gemeinde Bräunsdorf kann man nachlesen, dass schon um 1790
Verordnungen zur Verhütung von Feuerbrünsten erlassen wurden.
Eine erste Feuerspritze wurde am 7. Juli 1857 eingesetzt.
Zu dieser Zeit bestand die Feuerwehr aus einem Spritzenmeister,
einem Stellvertreter, einem Feuerläufer, zwei Spritzenfahrern und acht Spritzendruckern.
Bei mehreren Bränden im Jahre 1886 stellte man fest, dass die Leistung dieser
Pflichtfeuerwehr nicht mehr ausreichte.
Aus diesem Grunde gründeten am 5. April
des Jahres 1886 16 mutige Männer die Freiwillige Feuerwehr Bräunsdorf.
Die Pflichtfeuerwehr wurde 1891 unter der Voraussetzung aufgehoben, dass die
Freiwillige Feuerwehr stets 40 Mann stark sein sollte.
Eine erste Motorabprotzspritze von der Fa. Baldauf Chemnitz, die heute noch zu
bestaunen ist, wurde 1927 mit Geldern aus einer Listensammlung gekauft.
Das Spritzenhaus mit Steigerturm befand sich in diesen Jahren auf dem Kirchberg
im unteren Ortsteil. Ein Umzug in einen neueren Geräteraum in zentraler Ortslage
fand 1955 statt.
Im Mai 1959 wurde mit dem Bau eines 14 m hohen Schlauchtrockenturmes in der Nähe
des Geräteraumes begonnen. In den Jahren 1961-64 wurde an diesen Turm das heutige
Gerätehaus mit Schulungsraum angebaut.
Ein erstes Feuerwehrfahrzeug wurde am 14.10.1950 an die Kameraden übergeben. Es
war ein gut erhaltener PKW Mercedes, der als Mannschafts- und Zugfahrzeug
eingesetzt wurde. In den Jahren 1965 und 1971 wurden den Kameraden jeweils ein
LKW vom Typ Steyer Bj. 36 und Garant zum Selbstaufbau als Löschfahrzeug übergeben.
1975 erhielt die FF Bräunsdorf als Ersatz für die selbst aufgebauten Fahrzeuge
ein Kleinlöschfahrzeug B1000 mit Schlauchhänger. Im Jahre 1990 konnten die
Kameraden ein LF8 Opel Blitz Bj. 64 vom Bürgermeister der Partnergemeinde zur
Verbesserung der Einsatzbereitschaft als Geschenk in Empfang nehmen.
Als erste Neuanschaffung eines LF8/6 wurde am 14.02.1997 ein Mercedes 814 mit
Schlingmannaufbau feierlich an die Freiwillige Feuerwehr Bräunsdorf übergeben.
Der Opel Blitz wird aber als Oldtimer weiter in Bräunsdorf bleiben.
Zum heutigen Bestand der FF Bräunsdorf gehören also:
1 LF 8/6 Mercedes/Schlingmann Bj. 97
1 KLF B1000 Bj. 87.
Waren es in den Anfangsjahren unzählige Brände zu denen die Bräunsdorfer Kameraden
ausrücken mussten, so sind es in der Gegenwart fast nur noch Hilfeleistungen und
Hochwassereinsätze.
Um sich trotzdem körperlich fit zu halten, haben sich die Männer und Frauen der
aktiven Abteilung dem Feuerwehrsport verschrieben. Seit 1990 zeugen viele
Pokale von hervorragenden Leistungen.
Eine Frauenabteilung wurde 1968 gegründet. Bis 1989 wurde der gesamt vorbeugende
Brandschutz fast ausschließlich von ihr durchgeführt. Seitdem kümmert sich die
Frauenabteilung mit um die Durchführung von Festen, Jubiläen und Öffentlichkeitsarbeit.
Seit Oktober 1988 gibt es in der FF Bräunsdorf eine Alters- und Ehrenabteilung.
Diese Kameraden unterstützen die aktive Abteilung ebenfalls bei der Vorbereitung
und Durchführung von Feuerwehrfestlichkeiten und bei der Traditionspflege.
Die Jugendfeuerwehr Bräunsdorf wurde 1965 als Arbeitsgemeinschaft gegründet. In
den Jahren ihres Bestehens zählte sie oft über 20 Mitglieder. Bei Jugendwettkämpfen
und Vergleichen fand und findet man sie oft mit an der Spitze der Kreisjugendfeuerwehren.
Fast ausnahmslos sind alle Mitglieder der aktiven Abteilung aus ihr hervorgegangen.
Am 1.11.1998 wurde die Gemeinde Bräunsdorf in die Große Kreisstadt Limbach-Oberfrohna
eingegliedert. Im Eingemeindungsvertrag wurde der Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr
als Ortsfeuerwehr festgeschrieben.
Am Ende des Jahres 1998 hatte die Feuerwehr Bräunsdorf eine Stärke von:
34 Aktiven Kameraden
15 Kameraden in der Alters- und Ehrenabteilung
14 Kameradinnen in der Frauenabteilung
9 Jugendfeuerwehrmitglieder
Die bisherigen Kommandanten und Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr waren:
Von 1886 - 1893 Hermann Zschocke
1893 - 1903 Reinhold Weinhold
1903 - 1936 Ernst Naumann
1936 - 1939 Kurt Tetzner
1939 - 1945 Friedrich Naumann
1945 - 1953 Kurt Tetzner
1953 - 1956 Alfred Fischer
1956 - 1970 Walter Schreyer
1970 - 1972 Gunter Böhme
1972 - 1974 Manfred Richter
1974 - 1980 Armin Claus
1980 - 1982 Mathias Polster
seit 1983 Reinhard Dahnert